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Ostpreußen
Zentralbibliothek
Wall-Saal
27.06.2019
18:00
Eintritt frei
»Vilius Karalius«

Ein Familienepos von Ieva Simonatytė – ein literarisches Denkmal für das Memelland.
Der Roman „Vilius Karalius“ ist das wichtigste und auch umfangreichste Werk der grossen litauischen Erzählerin Ieva Simonatytė. Ein Epos, das die familiären Verflechtungen und die damit verbundenen menschlichen Komödien und Tragödien der Familie Karalius und ihres Umfelds erzählt.

Die Handlung erstreckt sich über die ersten zwei Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts und spielt im Memelland. Das Werk legt seinen Fokus aber nicht nur auf das Schicksal dieser Familie. Vielmehr bietet es auch einen Einblick in die Geschichte und die politischen Turbulenzen dieses Landstrichs vor dem und im Ersten Weltkrieg, der bis 1918 zu Deutschland gehörte, dann unter Verwaltung des Völkerbundes stand und 1923 Litauen angegliedert wurde. Mit viel Feingefühl für das Detail breitet Ieva Simonatytė ein ganzes Panorama der sozialen, politischen und familiären Verhältnisse der Litauer im ländlichen Memelland aus. Simonatytė hat einer gleichenteils von Litauern und Deutschen geprägten, untergegangenen Kultur ein literarisches Denkmal ersten Ranges gesetzt.

Übersetzt wurde es von Markus Roduner, Georg Dehio-Buchpreisträger 2018, dem heute bedeutendsten Übersetzer litauischsprachiger Literatur. Der gebürtige Schweizer studierte Slawistik-Baltistik sowie historisch-vergleichende Sprachwissenschaft und lebt seit 1999 in Wilna.

Mit Markus Roduner (Übersetzer des Werkes) und Roland Begenat (Moderation).

Kooperationspartner: Landsmannschaft Ost- & Westpreußen e.V. und Buchhandlung GEIST.