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Ehrfurcht vor dem Leben oder Rassenwahn? Wie mein Vater Nazi wurde… Vom Freischärler zum Propagandisten des Nationalsozialismus – Mein Vater Erwin Arras (1905-1942)
Zentralbibliothek
Wall-Saal
03.04.2019
18:00
Eintritt frei
"Vom Freischärler zum Propagandisten des Nationalsozialismus"

Erwin Arras, Jg. 1905 und Vater des Referenten, ist nur 37 Jahre alt geworden. Er starb Ende Dezember 1942 im fernen Russland. Was bewog ihn, bereits als Siebzehnjähriger einer militärischen Geheimorganisation beizutreten und als „Freischärler“ die Republik zu bekämpfen? Wie ist es zu verstehen, dass er sich 1928 für Albert Schweitzers Grundsatz „Ehrfurcht vor dem Leben“ begeisterte, sich ab 1933 in der von ihm herausgegebenen Wochenbeilage „Das Dritte Reich“ aber als leidenschaftlicher Propagandist des Nationalsozialismus erwies? Was hat ihn geprägt? Warum eiferte er dem „NS-Märtyrer“ Leo Schlageter nach? – Erst im Alter wurde sein Sohn mit der NS-Vergangenheit seines Vaters konfrontiert und begann, seinen Spuren nachzugehen. Herausgekommen ist eine erstaunliche und bewegende Einschätzung darüber, warum sich gerade junge Männer der NSDAP angeschlossen haben.

Hartmut E. Arras, Jg. 1939, Architekt und Stadtplaner. Masterstudium in Chicago, als Architekt tätig u.a. in den Büros von Marcel Breuer und Ludwig Mies van der Rohe. 1968-1984 in Basel Stadt- und Regionalplaner bei „Prognos – Institut für angewandte Wirtschaftsforschung“. Danach viele Jahre Präsident in der von ihm mitgegründeten basellandschaftlichen Stiftung „Syntropie“. Beratertätigkeit in der Schweiz und Deutschland, auf dem Balkan und in Georgien. Lebt seit 2004 in Berlin.

Begrüßung und Einführung: Helmut Donat. Koop.: Bremer BuchPremiere Donat-Verlag